Frédéric fühlte sich noch müde und geschwächt. Mich beeindruckte er durch seine körperliche Stärke. Er konnte bergauf Gas geben wie eh und je. Dank Rückenwind und höchster Motivation fuhren wir einen Schnitt von 18,8 km/h. Uns blieb noch so viel Zeit, dass wir wirklich ganz locker heute nach Quebec-City hätten fahren können. Frédéric wollte jedoch unbedingt im 30 Kilometer davor liegenden Neuville bleiben. Kein Wunder, traf er dort doch auf seinen Freund Emmanuel, den er zuletzt vor 20 Jahren gesehen hatte. Von Emmanuels Familie wurden wir auf das Herzlichste empfangen. Weiterlesen

Beim Schuheausziehen im Motel „Normandie“ waren es insgesamt 5.030,90 Kilometer und 303 Stunden, 45 Minuten und 22 Sekunden. Wir feierten diesmal nicht die runde Kilometerzahl. Zu feiern gibt es nach kurzen zwei Tritt-Tagen wirklich etwas! Frédéric musste sich zur Fahrt wieder groß überwinden, doch beflügelte ihn das nahende Ziel und so fuhren wir den Sankt-Lorenz-Strom entlang dem Finish entgegen, hatten das Glück der Tüchtigen in Form von Sonnenschein und Rückenwind. Weiterlesen

Wieder ein Tag ganz nach meinem Geschmack. Er bestand quasi nur aus Fotografieren der im Alleingang durchstriffenen Stadt Montreal. Nur mein Tretroller, mein Fotoapparat, mein Handy, mein Laptop und ich. So ein tolles Fünfergespann! Auch wenn die Bilder für sich sprechen, fällt mir so allerhand zu erzählen ein… Weiterlesen

Wenn einer ein Held ist, dann ist es Frédéric. So viel Pech auf einmal kann man normal nicht haben. Dass er die heutigen 100 Kilometer tatsächlich schaffte, ist kaum zu glauben. Gestern zwei starke epileptische Anfälle, wonach man einen Tag ruhen muss, dann noch ein paar unangenehme Verletzungen, Kraftlosigkeit in den Händen, nicht fähig zu essen und dann noch ein Patschen mitten im Starkregen. Ständige Sehnsucht nach einem Ende der Fahrt und Hoffnung auf ein Bett. Es muss für ihn die Hölle gewesen sein. Er und wir schafften es nach Montreal! Weiterlesen

Frédéric hatte körperliche Probleme und wir mussten den Tag zum Ruhetag erklären. Zu Mittag wurde er ins Spital gebracht, wo er blieb. Josef und ich sorgen uns um ihn. Zugleich haben wir keinen Plan wie es weiter geht. Dabei sind es nur drei Tages-Etappen bis zum Ziel, locker zu treten, Zeitreserven haben wir auch noch. Die Stunden verleben wir im „Quality Inn“ in Hawkesbury. Weiterlesen

Das Titelbild muss ich erklären. Da gibt es die WADE, die viel arbeiten muss und dann gibt es noch den Ahorn (engl. MAPLE), der so etwas wie ein Symbol für Kanada ist. Die Straßenkreuzung fand ich daher besonders witzig und zu unserer Reise passend. Wir sind dem Ziel so nahe und alles fällt uns so leicht. Die heutigen 114 Kilometer waren so etwas wie ein lockerer Sonntagsspaziergang, gemütlich entlang des Ottawa Rivers, die meiste Zeit in Quebec, am Ende aber wieder in Ontario. Weiterlesen

Ein Ruhetag in Ottawa. Frühstück im Motel und dann den ganzen Tag Stadtbesichtigung. Wir verlebten eine schöne, interessante und lustige Stunde mit dem Tschechischen Botschafter. Dann besuchten wir auch die Österreichische Botschaft. Das war eher sehr formell und nur sehr kurz. Trotzdem war es etwas Besonderes, von zwei Botschaften freundlich eingeladen zu werden. Die Stadt ist in jedem Fall einen Besuch wert! Weiterlesen

Die Etappe nach Ottawa führte uns in die Provinz Quebec. Wir querten einfach nur den Ottawa River und verließen Ontario. Das war schon sehr, sehr bewegend: Wir betraten die letzte Provinz! Wir sind dem Ziel verdammt nahe. Quebec zeigte sich von einer umwerfend schönen Seite, die uns jeden Kickometer genießen ließ. Ottawa selbst, gelegen in Ontario, überraschte uns auf das Angenehmste. Eine schöne Stadt, die zu Entdeckungsreisen einlädt, ganz besonders mit dem Fahrrad oder eben mit dem Tretroller. Weiterlesen

Der Tag begann vielversprechend mit einem gar herrlichen Sonnenaufgang und durch und durch trocken. Bis 35 Kilometer vor dem Ziel war alles bestens. Dann kamen starker Seitenwind und Regen. Mein linkes Auge brannte sehr bald wieder und ich fuhr 33 Kilometer „einäugig“. Der Verkehr war heftig und im Nachhinein sprachen wir über „Selbstmord“, bei diesem Wetter hier Roller zu fahren. Durchnässt und um Erkältungen fürchtend fanden wir schließlich ein überteuertes Quartier. Weiterlesen

Der Sonnenschein machte die Landschaft schön und grün. Der Rückenwind hob die Stimmung noch weiter an. Kräfteraubend waren die vielen Steigungen und damit Höhenmeter. Ohne irgend etwas zu hinterfragen spulten wir die Kilometer herunter, pausierten gelegentlich und fuhren gestärkt weiter. Die Tagesstrecke endete an einem Campingplatz. Weiterlesen