Berichterstattung über nationale und internationale Rennveranstaltungen

Wie war es und wer hat eigentlich gewonnen? – Alle die dabei waren!

Nach Pilsen und Račice machte der IKSA Footbike Eurocup 2019 die finale Station in Salzburg.

Am Wochenende vom 24. und 25. August standen für die Athleten Sprint, Staffel und langes Rennen am Programm und im Rahmen der Rennen wurden auch die schnellsten Österreicher und Österreicherinnen ermittelt.

Der Eurocup begann am Samstag am wunderbaren Leichtathletikareal RIF in Hallein, dass trotz Baustelle eine wunderbare Kulisse bot, mit den Sprints. Jeder Sportler absolvierte eine 400m Runde auf der Laufbahn und stieg entsprechend der Leistungen in die Finale auf.

Die österreichische Meisterschaft im Sprint wurde wegen der Vergleichbarkeit aus den Zeiten der ersten Runde ermittelt. Bei den Herren gewann Thomas Stöggel vor Thomas Falkner und Jurek Milewski. Bei den Damen Helene Falkner vor Sonja Falkner und Beata Milewski.

Die Finalläufe blieben sehr spannend und bei den Herren in der Klasse Senior setzte sich am Ende Michael Kulka (CZE) vor Michael Jarušek (CZE) und Tomaš Pelc (CZE) durch. Die Kategorie Senior Woman gewann Carina Funke aus Deutschland.
Alle Resultate zum Sprint hier.

Immer wieder spektakulär sind die Staffeln, bei denen ein Roller als Staffelholz für jeweils ein Dreierteam dient. Gefahren wird auf einem Rundkurs für 15 bzw. 20 Minuten und eine abschließende Runde.
Die schnellsten Staffeln kamen aus Tschechien und die Sieger schafften jeweils 25 Runden á 400 Meter. Es gewann die Staffel Pelc/Bartunek/Olšar vor Kulka/Theiner/Matiaš und Jarušek/Bostl/Privara. Bei den Damen stellte sich nur eine Staffel an den Start – Fetterova/Trojancová/Martinková und auch bei den Jugendlichen war nur jeweils eine Mädchen- und eine Jungenstaffel am Start.

Am Sonntag wurden die langen Rennen schon traditionell am Salzburgring gefahren: ein fantastischer Kurs mit einem wunderbaren Asphalt und abwechslungsreichem Profil. Eine Runde ist 4,2km lang und die Schnellsten musste zehn Runden drehen.
Am Vormittag begaben sich die Schüler und Kadetten auf die Distanz von einer bzw. drei Runden und kurz vor Mittag begaben sich alle anderen an Start. An der Spitze ging es zu Beginn des Rennens laut dem Bericht vom Tomaš Pelc nervös zu, er selbst versuchte einige male im Anstieg zu beschleunigen, konnte aber keine entscheidende Lücke reißen. Die Fahrer der Spitzengruppe fand sich in den letzten Runden damit ab, dass es zu einem Zielsprint kommen wird, und in diesem setzte sich ganz knapp Tomaš Pelc (CZE) vor Michael Kulka (CZE) und Matyaš Olšar (CZE) durch. Mit der Spitzengruppe erreicht auch Ladislav Provod (CZE) das Ziel, der damit die Altersklasse Veteran gewann.
Bei den Damen gewann Pavla Trojncová (CZE) vor Martina Grebiková (CZE) und Carina Funke (DE) die Kategorie women senior. Schnellste Dame des Tages war Anet Moravková(CZE), die die Wertung Junior vor Endora Marcato (IT) und Elišká Martinková (CZE) gewann.
In Österreich unterscheiden wir noch nicht nach Altersklasse und so ist Thomas Falkner vor Jurek Milewski und Hannes Stöckl Meister der Alpenrepublik. Bei den Damen gewann die sensationell schnelle Sonja Falkner vor Juliane Kovacs und Daniela Zitzman die Österreicherinnenwertung.
Alle Resultate zu den langen Rennen hier.

Während der Rennen blieb es trocken, nur die Siegerehrung hat es uns am Sonntag verregnet – und da mussten wir mit Bedauern feststellen, dass unsere Medaillen nicht wasserfest bedruckt sind…

Wie immer war die Begegnung mit anderen Afficinados und Freunden des Tretrollersports das Wesentliche und jeder freute sich auch über die Leistungen der Kollegen, egal ob große oder kleine Leistungsunterschiede bestehen. Das macht diesen Sport noch immer ganz besonders.

Wir danken Gerhard und Daniela Zitzmann für die professionelle mediale Begleitung, Gregor Brannekämper für die Moderation am Samstag und Yedoo für die Unterstützung mit den Preisen für die Sieger und die Stimmung am Streckenrand und während der Siegerehrungen.

Organisiert wurde das Wochenende vom TTVÖ, wobei der Löwenanteil der Vorbereitung durch den Verein Speedmanggeis und USC Koppl geleistet wurden: In den vergangenen zehn Jahren stellten Thomas Stöggl, Lukas Hechel, Bernhard Gruber und viele andere das Skate the Ring auf die Beine, an das wir uns anhängen konnten und wofür wir sehr dankbar sind. Ob und in welcher Form es mit dieser Veranstaltung weiter geht, ist aus heutiger Sicht also noch offen.

Samstag, 27. April 2019. Der starke Rückenwind machte den Frühjahrsklassiker zu einer sehr flotten Ausfahrt. Zahlreiche persönlicher Rekorde und ein neuer Streckenrekord bleiben in Erinnerung, ebenso die schöne Landschaft zwischen Wien und Bratislava. Eine unvergessliche Tour für alle.

Bangen um das Wetter

Letztes Jahr nahmen 39 Damen und Herren am Tretroller-Frühjahrsklassiker teil. Gerollert wurde von Bratislava nach Wien. Diesmal ging es in die entgegengesetzte Richtung, nämlich von Wien nach Bratislava. Wir rechneten mit 40 oder mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Wetter in den Tagen vor der Tour war herrlich. Hohe Temperaturen, strahlend blauer Himmel, Frühsommer. Die Wetterprognosen waren jedoch sehr schlecht. Mit einem Temperaturabfall von zehn Grad musste man rechnen und mit leichtem Regen. Einzig der angekündigte Westwind stimmte fröhlich. In der Nacht auf Samstag regnete es ein wenig und am Morgen fielen die letzten Tropfen vom Himmel. Nach Anmeldeschluss um 9:45 waren es 39 Damen und Herren, die sich in wenigen Minuten auf den Weg von Wien Floridsdorf nach Bratislava machen würden.

Start in Floridsdorf

Einige Zuschauer waren gekommen, um den Trittbrettfahrern nach dem Startschuss um 10 Uhr zu applaudieren. Die Fahrt war als eine Tour angelegt und nicht als Rennen. Das Motto „Niemand wird Letzter“ lockte Tretroller-Leute aus Österreich, der Slowakei, Tschechien, Deutschland und sogar Chile an. Alfred aus dem Betreuerteam baute seinen Tretroller auf einen Kameraroller um. Eine Kamera filmte nach hinten und eine nach vorne, um die aufregende Startsituation einzufangen. Die 12 Damen und 27 Herren rauschten an Alfreds Kickbike Fat Max links und rechts vorbei.

Das Wetter konnte besser nicht sein. Die Temperaturen lagen bei zehn Grad oder knapp darüber, die Straßen und Wege waren trocken und der Rückenwind trieb mit bis zu 30 km/h immer wieder angenehm an. Ab und zu riss die Wolkendecke auf und ließ die kräftige Sonne auf die Reisenden strahlen.

Donauinsel und Schönau

Die Strecke führte von der Floridsdorfer Brücke entlang der Donauinsel stromabwärts zum Nationalpark Donauauen nach Schönau an der Donau, wo es die erste Labestation und einen Kontrollpunkt mit Zwischenzeitnehmung gab. Nun hatten die tapferen Tourenfahrer etwa 26 Kilometer zurückgelegt und waren unterschiedlich erschöpft. An der Labestation wurde getrunken, gegessen und geredet. Die Stimmung war so gut, dass nicht jeder gleich ans Weiterfahren dachte.

Bereits am ersten Kontrollpunkt hatte Ondřej Theiner einen enormen Vorsprung auf die Verfolger. Ondřej legte eine beeindruckende Siegesfahrt hin und führte vom Start bis ins Ziel, aber davon später mehr.

Über die Grenze ins Ziel

Weiter ging es über Orth an der Donau und Eckartsau, wo es die zweite Labestation gab. Beflügelt vom Rückenwind hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine sehr hohe Reisegeschwindigkeit und ein breites Grinsen im Gesicht. Die einen zischten an der Labestation vorbei, um keine Sekunde zu verlieren und die anderen vollführten einen Einkehrschwung, um die Flotte Fahrt ein wenig gemütlich zu entschleunigen.

Danach ging es über die Donaubrücke nach Hainburg, weiter über Wolfsthal zum Grenzübergang Berg. Das Ende war theoretisch nicht weit. Praktisch gesehen waren die verbleibenden vier Kilometer länger als gedacht. Ohne sichtbarer Ermüdung kam Ondřej Theiner mit einer Zeit von 2:35:57 über die Ziellinie. Somit fuhr er die 69,2 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26,62 km/h. Ihm folgten Pavel Werner (2:38:41) und Oto Habrdle (2:38:43). Bei den Damen holte sich Martina Grebíková überlegen den Sieg. Sie querte nach 2:59:40 die Ziellinie. Immer noch sehr schnell unterwegs kamen Klara Bouda (3:10:50) als Zweitplatzierte und Zuzana Safrankovka (3:24:17) als Dritte im Ziel an.

Niemand wird Letzter

Ende der Zeitnehmung war nach fünf Stunden. Innerhalb der vorgegebenen Zeit kamen 12 Damen und 21 Herren ins Ziel. Wie angekündigt galt dann „Niemand wird Letzter“. Glücklicherweise gab es auch keine Unfälle oder Stürze und alle waren mit den eigenen Leistungen mehr als zufrieden. Das Wetter war während der Fahrt und auch im Anschluss bei der Siegerehrung bestens.

Siegerehrung

Die Siegerehrung fand bei familiärer Stimmung statt, wie man sie im Tretrollersport so schätzt. Preise gab es für die Ausdauerndsten, nämlich jene Dame und jenen Herrn, die die Zeitkarenz von fünf Stunden am meisten ausgekostet hatten. Sie bekamen je eine kleine rote Laterne. Prämiert wurden auch jene Dame und jener Herr mit der Platzierung genau in der Mitte des Feldes. Ebenfalls gefeiert und geehrt wurden die zwei schnellsten Damen und die zwei schnellsten Herren der Sprintwertung. Zuletzt wurden die drei schnellsten Damen und die drei schnellsten Herren gefeiert. Die jeweiligen Tagessieger erhielten einen Renntretroller-Rahmen der Firma Mibo. An dieser Stelle sei den Sponsoren dieser Veranstaltung ganz besonders gedankt. Es sind dies die Firma Mibo Tretroller, das Reisebüro Západočeská Cestovní Agentura und Architekt Dipl.-Ing. David Pašek. Großer Dank gebührt allen Organisatoren und Helfern, ohne die diese länderübergreifende Veranstaltung nie möglich geworden wäre.

Phantastisch und verrückt

Von dieser besonderen Tour nimmt jeder sehr schöne Eindrücke mit – schöne Landschaften, schöne Frühlingspracht und auch schöne Situationen, wie etwa der Begegnung mit einer feierlichen Hochzeitsgesellschaft im Schloss Eckhartsau. Unbedingt ist noch Uwe aus Stuttgart zu erwähnen. Er hatte nicht nur die längste Anreise, sondern kickte sich mit seinem vergleichsweise sehr schwerfälligen Cross-Tretroller auf den vierten Platz. Seine Reisegeschwindigkeit von 25,21 km/h macht alle Tretroller-Fahrer ein wenig fassungslos!

Bitte vormerken!

Am 25. April 2020, das steht schon fest, geht es von Bratislava nach Wien. Wir bestellen schon einmal Rückenwind und freuen uns auf eine weitere unvergessliche Tour unter Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern.

Ergebnisse


Galerie


Weitere Infos

Offene österreichische Meisterschaften im Bergkriterium und auf der Langdistanz.

Salzburg ist aktuell das Zentrum der österreichischen Tretrollerennszene. Wegen einer Terminkollision mit der Rolloliga waren viele Rennfahrer anderweitig beschäftigt. Wegen dem überschaubaren Teilnehmerfeld wird auf die Unterscheidung in Kategorien noch verzichtet

Climb the Goas

Zum zweiten mal wurde der Gaisberg gekickt – eine brutale Prüfung der Kondition. Die Damen fahren bis zur Zisteralm und die meisten Herren legen auf Ihrem Weg ganz hinauf auch eine Laufeinheit ein: innerhalb von 8,4km gilt es 640hm zu überwinden.
Der erste September 2018 präsentierte sich unfreundlich: kalt, regnerisch und neblig aber es beschwerte sich niemand und neben den Ranglisten hat jeder und jede sein persönliches Limit erreicht.

Gesamtsieger bei den Herren wurde Matyaš Olšar aus Tschechien, der auch im Rahmen der Europameisterschaft 2017 hier der schnellste am Berg war und den 36:50 den Streckenrekord hält. Heuer fuhr er ein kontrolliertes Rennen und absolvierte die Herausforderung in knapp über 40min.

Auf Ihrem Weg nach oben hat die junge Sonja Falkner aber alle überrascht und sich den Sieg bei den Damen deutlich gesichert.

Damen Gesamt:
1. Sonja Falkner (AT)
2. Cinderella Kugler (AT)
3. Helena Krummholz (CZE)

Herren Gesamt:
1. Matyaš Olšar (CZE)
2. Miro Ilovicny (SVK) 12 Zoll
3. Julian Scherer (AT)

Damen Österreich:
1. Sonja Falkner
2. Cinderella Kugler
3. Beata Milewska

Herren Österreich:
1. Julian Scherer
2. Thomas Falkner
3. David Pašek

Alle Ergebnisse Climb the Goas

Kick the Ring

Zum Glück ändert sich das Wetter und der 2. September blieb überwiegend trocken und mit angenehmen Temperaturen. Mit Kick the Ring sind Tretrollerfahrer am Salzburgring schon seit vielen Jahren dabei, und bereits zum vierten Mal wurde das Rennen als österreichische Meisterschaft ausgetragen. Das Profil der Strecke und auch der Asphalt sind fantastisch und die meisten können – kombiniert mit viel Adrenalin – Ihre schnellsten Kilometer der Saison abspulen.

Gegen Mittag fuhr der Nachwuchs ein Rennen über drei Runden – aber weil Österreich noch immer ein Entwicklungsland ist, war die Konkurrenz überschaubar: In der Nachwuchsklasse ist Sonja Falkner österreichische Meisterin und Valentin Falkner österreichischer Meister.

Um 13:08 nahm das große Starterfeld – Herren und Damen gemeinsam – die Strecke in Angriff. Durch einen schnellen Start teilte sich das Feld schon in der ersten halben Runde und die einzelnen Gruppen bezogen Position, die sich bis zum Ziel nur mehr geringfügig veränderten.

Die neu  österreichische Meisterin, Cinderella Kugler beendete Ihr Rennen in der gleichen Runde wie der neue  österreichische Meister Julian Scherer  – Cinderella hat den Titel bereits zum vierten mal verteidigt – Julian Scherer zum zweiten mal – allerdings erst beim zweiten Antreten. Beide starten für das Team „Austrian Musketeers“, Pioniere des Tretrollersports in Österreich.

Damen Gesamt:
1.Cinderella Kugler (AT)
2. Falkner Helene (AT)
3. Carina Funke (DE)

Herren Gesamt:
1. Julian Scherer (AT)
2. Roland Wiesmaier (DE)
3. Jurek Milewski (AT)

Damen Österreich:
1. Cinderella Kugler
2. Falkner Helene
3. Beata Milewska

Herren Österreich:
1. Julian Scherer
2. Jurek Milewski
3. Thomas Falkner

Alle Ergebnisse Kick the Ring

Grundsätzlich ist sehr erfreulich, dass sich die Basis des Tretrollersports in Österreich verbreitet und dass die Leistungsdichte auch zu nimmt. Wir freuen uns schon jetzt auf die Ausgabe 2018!

Weltmeisterschaften werden im Tretrollersport in jedem zweiten Jahr ausgetragen und die Athleten messen sich in vier verschiedenen Disziplinen: Sprint – meist 400m / Kriterium – etwa 12km / Staffel – zu dritt mit einem Roller als Staffelholz / einem Ausdauerrennen auf einer Strecke von +/- 40km.

Nach zehn Jahren kehrte die WM wieder nach Holland zurück und die entzückende Stadt Losser in der unmittelbaren Nähe zur deutschen Grenze wurde für drei Tage zum Zentrum des Tretrollersports: 240 aktive Sportler und ein Tross an Begleitern traf auf sehr gut vorbereitete Veranstalter – das Stepteam Twente mit der Nederlandse Autoped Federatie und einer großen Menge an kompetenten Helfern und Unterstützern sowie einer Reihe von Sponsoren, die dem Tretrollersport gewogen sind.

Wie es sich für eine Weltmeisterschaft gehört kamen die Teilnehmer aus allen Ecken der Welt und so war Australien zahlreich vertreten, aber es fanden sich Starter auch aus Kanada, Russland und England ein. Je bunter, desto besser und für viele ist die soziale Komponente rund um das sportliche Geschehen genauso wichtig. Die Tretrollersportler sind zum Glück noch immer eine große Familie.

Aus Österreich stellte diesmal ein überraschend großes Kontingent an Sportler_innen quer durch die Kategorien. Elf Aktive beteiligten sich an den Wettkämpfen und manche, wie im Detail ausgeführt wird außerordentlich erfolgreich.

SPRINT

Zum Auftakt bestritten die Sportler Sprints: ein Strassenabschnitt wurde auf einer Länge von 400 Metern gesperrt und auf der ganz leicht abschüssigen Bahn wurden mittels Kreide ein Mittelstrich aufgetragen, der mit den beiden Fahrradstreifen vier Bahnen definierte. Die Vorläufe absolvierten jeweils vier Sportler gemeinsam, allerdings wurde jeweils die Zeit gewertet – im Vorlauf unterbot Vojtěch Hrůza mit 39:78 die 40 Sekunden Schallmauer. Total knapp außerhalb der Runde der letzten 16 landete mit der Bombenzeit von 42,20 Julian Scherer von den Austrian Musketeers.

In der Kategorie Herren Senior (18-39) entschied in einem spannenden Kampf Machiel Steenberg (NL) vor Adrain Ringoir (NL) und Vojtěch Hrůza (CZ) den Wettbewerb für sich.

Bei den Damen senior (18-39) sorgten Hermien Koers (NL) vor Fiona Othof (NL) und Maxime Reijne (NL) für ein rein holländisches Podium.

Bei den Herren in der Kategorie Ultras (60- ) dominierte Martin Žaba (CZ) dicht gefolgt vom Jurek Milewski (AT), der herausragend den zweiten Platz belegte: Vizeweltmeister Österreich!

Unglaublich stark präsentierten sich auch der Nachwuchs der Familie Falkner: Valentin Falkner ging an den Start in der Kategorie Schüler und holte Bronze und seine Schwester Helena Falkner wurde in der Kategorie Kadettinnen Zweite: Vizeweltmeisterin Österreich!

 

KRITERIUM

Die Strecke führte über 1,2 km durch die Altstadt von Losser und war technisch recht anspruchsvoll: einige Kurven waren eng, der Plattenbelag für viele ungewohnt und auch Bodenschwellen schrammten an den Unterseiten der Trittbretter der Rennmaschinen.

Deshalb teilten die Veranstalter das Gesamtfeld den Kategorien nach und sandte kleinere Mengen an Athleten auf die Strecke, um die Verletzungsgefahr im Eifer des Gefechts zu verringern.

Die gesamte Strecke war mit Gittern abgesperrt und wirklich viele Freiwillige achteten darauf, dass nur die richtigen Rennfahrer sich innerhalb der Abgrenzungen bewegten.

In der Kategorie Senior der Damen stellten die Holländerinnen Ihre Dominanz aufs Podium: in Gold Wenda Zuiddam (NL) in Silber Fiona Olthof (NL) und in Bronze Hermien Koers (NL). Bei den Herren gewann Adrian Ringoir (NL) vor Michael Kulka (CZ) und Jan Pavel (CZ)

Aus österreichischer Sicht gab es ganz viel zu feiern: die Kategorie Kadettinnen gewann Helena Sophia Falkner (AT) vor Ihrer Schwester Sonja Tabea Falkner (AT) und Ewita Koemann (NL) – Weltmeisterin und Vizeweltmeisterin Österreich!

In der Kategorie Schüler belegte Valentin Thaddäus Falkner (AT) wieder den hervorragenden dritten Rang.

Ganz grandios auch wieder in der Kategorie Ultra Veteran: Jurek Milewski (AT) WELTMEISTER vor Jan Schoolmeester (FR) und Hans Lamberink (NL). Damit konnte Jurek seine Ankündigung nach der EM in Salzburg, das höchste Treppchen bei der WM zu erklimmen umsetzen. Irrtümlich spielten die Veranstalter ihm die tschechische Hymne – damit wurde er mit einem verschmitzten Lächeln in den Kreis der aller schnellsten der Welt geadelt.

STAFFEL

Nach dem Kriterium fand am Abend noch der spektakuläre Staffelbewerb am Hauptplatz von Losser statt. Für das Veranstalterland ein Heimspiel – bei den Herren dominiert die Staffel in der Zusammensetzung Daan de Jonge / Adriaan Ringoir / Machiel Steenberg und bei den Damen die Staffel Fiona Olthof / Hermien Koers / Wenda Zuiddam.

In der Jugendkategorie belegte die Staffel der Familie Falkner den wunderbaren dritten Rang! Gratulation an Valentin, Sonja und Helena!

ENDURANCE RENNEN

Das lange Rennen wurde auf einer landschaftlich sehr schönen, 5,1 km langen Schleife bestritten, deren Start und Zielbereich mit dem Kriterium ident war. Je nach Kategorie waren bis zu neun Runden zu fahren und die Bewohner von Losser entpuppten sich als begeisterte Zuschauer, die an jeder Ecke die Teilnehmer anfeuerten und sich von der Begeisterung für den Tretrollersport anstecken ließen. Weil die Strecke, die auch an die deutsche Grenze und an einem Teich vorbeiführte, länger war, konnten mehrere Kategorien gemeinsam starten, da sich die Athleten über die Strecke besser verteilten.

In der Kategorie Damen Seniors gewann Hermien Koers (NL) vor der jungen Fiona Olthof (NL) und Kateřina Šefcova (CZ) die nach eine Operation froh war überhaupt an den Rennen teilnehmen zu können. Den fantastischen 6. Platz errang Cinderella Kugler (AT) die schon in den vorherigen Bewerben mit sehr guten Leistung glänzte!

Im Finale der Weltmeisterschaften in Losser konnte sich Valentin Thaddäus Falkner (AT) nochmal steigern und belegte den zweiten Rang nach Pepijn Samuel Broeckhuizen (NL) und vor Gijs van Maanen (NL) – Vizeweltmeister Österreich!

Am Blick auf das Podium der Kadettinnen könnten sich sogar österreichische Skirennläufer ein Beispiel nehmen: Helena Sophia Falkner (AT) gewann vor Ihrer Schwester Sonja Tabea Falkner (AT) und Kateřina Hajková (CZ) – Weltmeisterin und Vizeweltmeisterin Österreich!

In der Kategorie Herren Senior gewann mit einem unglaublichen Vorsprung von drei Minuten Adriaan Ringoir (NL) vor Machiel Steenbergen (NL) und Michal Kulka (CZ).

Über das ganze Weltmeisterschaftswochenende hat der junge Österreicher Julian Scherer (AT) etwas Pech –  im langen Rennen konnte er mit seinem 9. Platz absolut an der Weltspitze mitmischen und sein Potential aufzeigen.

Aus österreichischer Sicht ging es fantastisch weiter: Juliane Kovacs (AT) wurde in der Kategorie Frauen Veteran nach Geja Olthof (NL) und Agnes Bossink (NL) dritte.

Im Finale des Rennens in der Kategorie Herren Ultra Veteranen lieferte sich Jurek Milewski (CZ) mit Jan Schoolmeester (FR) ein packendes Finale, in dem sich der Franzose knapp durchsetzen konnte. Jurek Milewski packte also wieder einen Vizeweltmeistertitel vor Hans Lamberink (NL) ein… Dritter Bewerb / dritter Streich und Hut ab!

Die EM 2019 findet  voraussichtlich im August in Račice statt – die WM 2020 wahrscheinlich in Pölva in Estland.

Medaillienspiegel WC2018
Nation Gold-Silver-Bronze (Total)
NED     21-20-13 (54)
CZE      18-15-17 (50)
AUT     03-06-05 (14)
BEL      03-01-04 (08)
FRA     01-02-01 (04)
FIN      00-02-02 (04)
AUS     00-00-02 (02)
GER     00-00-01 (01)

Website des Veranstalters

Alle Ergebnisse finden Sie hier

Artikel bei tretroller-magazin.de

Dokumentation auf  youtube von Maxime Reijne

Guido hat den Nickname „tretroller“. Die Karte kann man im Vollbildmodus darstellen, ein Bewegen und Zoomen ist möglich. Der aktuelle Standort wird alle 60 Sekunden ermittelt und als Punkt dargestellt. Mit einem Klick auf das Feld „tretroller“ werden zurückgelegte Kilometer, Dauer der Fahrt und aktuelle Geschwindigkeit eingeblendet. (Anm.: Die Dauer der Fahrt stimmt nicht ganz genau, da das Live-Tracking bereits wenige Minuten VOR dem offiziellen Start um 06:00 gestartet wird)

https://www.gpsies.com/liveTracking.do?username=tretroller

Sollte der Link nicht funktionieren, bitte auf die Facebook-Seite wechseln. Dort finden sich aktuelle Meldungen und Positionen:
https://www.facebook.com/Kickdistance2018-223884388158751/

 

(c) Daniela und Gerhard Zitzmann

Das Mitterberg-Race für Mountainbiker wurde nun zum dritten Mal ausgetragen. Untrennbar verbunden mit dem Mitterberg-Race ist nicht nur das Michelhausener Zeltfest, sondern vor allem die Österreichische Meisterschaft im Cross-Tretroller. Zum dritten Mal traten Österreichs Cross-Tretroller-Fahrer gegeneinander an. Wer hat 2018 im Offroad-Bereich nun das Trittbrett vorne? Weiterlesen

Ein “neuer” Frühjahrsklassiker zwischen den Hauptstädten

In Sachen Tretroller ist sowohl Österreich als auch die Slowakei noch Entwicklungsgebiet. Dass es viel Potenzial gibt, hat der erste Jahrgang des Rennens Bratislava – Wien ganz klar bewiesen: 39 Teilnehmer stellten sich der Herausforderung.

Initiatoren der Aktion sind Zdenek Černy und Juraj Krajcirovic – der eine mit ganz viel Erfahrung als Erfinder und Organisator verschiedener Rennformate – vom legendären Etapak bis zum “Kapličkování” – eine Art Tretroller – Orientierungsrennen aus Tachov und der andere Pionier und begeisterter Propagator des Sports in Bratislava. Dass es für uns aus Wien eine große Chance ist, ist klar und so haben wir uns natürlich auch eingebracht.

Die Proposition war einfach und klar: Am Samstag den 28.4 starteten die Teilnehmer auf einem Parkplatz in Bratislava und fuhren an einer definierten Strecke nach Wien. Diese führte überwiegend über Radwege und recht wenig befahrene Straßen meist nördlich der Donau. Weil ein Teil des Radweges gerade saniert wird, waren Umleitungen einzuhalten und eigentlich führte dies zu einer abwechslungsreicheren Strecke. Auf diesem Weg beträgt die Distanz zwischen Wien und Bratislava 72km und am Trittbrett ist dies schon eine beachtliche Tour. Die Veranstalter organisierten eine Sprintwertung und zwei Labestationen auf Kilometer 25 und 45.

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Das Teilnehmerfeld war für die Organisatoren die größte Freude: 39 Trittbrettfahrer im Alter von 18 bis 60 starteten in Bratislava und 16 davon waren weiblich. So viele Menschen mit Tretroller haben sich bisher weder in der einen oder anderen Hauptstadt jemals versammelt.

Das Wetter war für das Event perfekt und überraschenderweise wehte der Wind den Fahrern in die Rücken.
Von unserem Verständnis her, ist jeder, der sich an den Start gestellt hat Sieger, egal ob es um das Siegertreppchen oder das Bewältigen der Strecke an sich oder die rote Laterne ging.
Die Spitze ging die Sache gleich vom Start weg recht flott an und in 2:54 erreichte Martin Brož (CZ) als erster das Ziel – gefolgt von Ladislav Bartúněk (CZ) und Jurek Milewski (AT).
Bei den Damen bewältigte Klára Bouda (CZ) vor Zuzana Šafránková (CZ) die Strecke am schnellsten und Lenka Šarinová (SK) wurde sensationell Dritte.

 

Wir danken den vielen Helfern und den Sponsoren für die Unterstützung!

Nächstes Jahr planen wir von Wien nach Bratislava zu fahren- üblicherweise gibt es Ostwind und es geht bergab!

Bildgallerien auf Facebook: hier und hier

582,5 Kilometer in unter 31 Stunden. Das ist das erklärte Ziel, wenn es am 30. Juni 2018 am Tretroller von Wien nach Berlin geht. Auf den Tag genau vor 125 Jahren fuhr der Münchner Josef Fischer diese Strecke in 31 Stunden und 22,4 Sekunden mit dem Fahrrad. Das damalige Distanzrennen löste einen wahren Fahrradboom aus. Wer weiß, vielleicht löst das Projekt „kickdistance2018“ einen Tretrollerboom aus…

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Titelbild Monster van Brabant 2018

Beim fünften „Monster van Brabant“, einer ultralangen Tretroller-Tour, waren diesmal erstmals auch Deutschland und Österreich vertreten. War das „Monster“ zu bezwingen? Über 230 Kilometer durch das niederländische Nordbrabant? Eine große Gruppe Gleichgesinnter durfte die Schönheit der flachen Lande genießen, bei Sonnenschein und ohne Wind. Am Ende waren alle Sieger.

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Nachbericht zur Tretroller Europameisterschaft 2017 in Österreich / Salzburg sowie zu den österreichischen Meisterschaften 2017.

von David Pašek

Wie schwer kann es schon sein, um das schon traditionell im August stattfindende Rennen „Kick the Ring“ eine Europameisterschaft zu veranstalten? Zuerst war „nur“ ein Eurocup angedacht, aber nachdem sich fast die gesamte Tretrollerwelt „Kick Italy 2017“ widmete, kam der junge österreichische Tretrollerverband – der TTVÖ – zu der Ehre, sich gleich an einer ausgewachsenen Großveranstaltung zu versuchen.

Eine Europameisterschaft besteht aus vier Wettbewerben – dem Sprint, der Staffel, einem Kriterium und dem langen Rennen. Nachdem wir die Alterskategorien durch-dekliniert haben und die österreichischen Meisterschaften in den Rahmen der Rennen integriert haben, war klar: dafür brauchen wir 252 Medaillen.

Wenn, dann war das überhaupt nur in enger Kooperation und mit Unterstützung von Bernhard Gruber vom USC Koppl und Thomas Stöggl vom Inlineskaterclub Speed Mangeis denkbar.

Sprints

Am Freitag machten die Sprints den Auftakt am Landessportzentrum RIF in Hallein – einer Leichtathletikanlage mit allem drum und dran. Als fachkundiger Kommentator und Mann mit Erfahrung unterstützte Gregor Brannekämper den Ablauf mit den nötigen Anweisungen und Informationen.

Gleich an dieser Stelle gebührt unser Dank auch der professionellen Zeitnehmung, die Markus Lindinger durchgeführt hat.

Der Kurs war schnell und in der Vorrunde zeigte Machiel Steenbergen (NL) mit seinem weißen Kostka Carbonroller mit einer Zeit von 42,30 Sek über die 400m dass er mit hohen Ansprüchen angereist ist. In der Kategorie Elite gewann diesen Wettbewerb auch tatsächlich Machiel Steenbergen (NL) vor Michael Kulka (CZE) und Adriaan Ringoir (NL). Europameister in der Klasse Pupil wurde Matej Hercik (CZE), in der Klasse Cadet Roman Matyaš, in der Klasse Junior Miloš Pavel (CZE), in der Klasse Veteran Mario Reijne (NL) und in der Klasse Masters Markku Levänen (FIN).

Bei den Damen kam es in der Kategorie Elite zu einem rein holländischem Finale, in dem sich Rosanne Reijne vor Hermien Koers und Ihrer Schwester Maxime Reijne behaupten konnte.

Europameisterin in der Klasse Pupils wurde Adela Zapletalová (CZE), in der Klasse Cadet Eliška Onderková (CZE), in der Klasse Junior Katřina Šefcová, in der Klasse Veteran Eva Šefcová (CZE) und in der Klasse Masters Kirsi Immonen (FIN).

Österreichische Meisterschaft Sprint

Das erste Mal überhaupt wurden 2017 österreichische Meister im Sprint gekürt. Wegen des Wettbewerbsmodus und der Vergleichbarkeit war gleich die Zeit des Vorlaufs der bestimmende Faktor für die Ergebnisliste.

Bei den Damen gewann Cindarella Kugler die ersten österreichischen Damensprints vor Juliane Kovacs. Bei den Herren zeigte sich ein aufgehender Stern der Alpenrepublik und Julian Scheerer von den Austrian Musketeeres teilte sich das Stockerl mit Jurek Milewski auf Platz zwei und Guido Pfeiffermann auf Platz drei. Eine Geschichte am Rande – Gudio rollte schon den ganzen Tag zu und von der Renaultwerkstätte um das offizielle EM-Fahrzeug – seinen Espace – wieder flott zu kriegen.

Zu unserer großen Überraschung konnten wir auch in den Jugendkategorien Medaillen verteilen – und die gingen alle an den Nachwuchs der Familie Falkner.

Der Direktor der Sportanlage RIF war vom Sport ganz begeistert und hat sich Fotos gewünscht und – am Ende haben wir auch ein Kompliment bekommen in welch gutem Zustand wir die Anlage verlassen haben – kein Müll oder Unordnung – alles paletti und von uns auch ein Dank!

Die Siegerehrung fand in der Abendsonne am RIF statt – ein kleines Fest folgte beim etwas rustikalen Kirchenwirt in Koppl, inklusive einer Breakdanceeinlage von movetoohot.

Kriterium

Wenn es eine EM in Österreich gibt, dann sollte es auch mal richtig bergauf gehen. Der Gaisberg bei Salzburg ist dafür das ideale Terrain und im Rahmen von „Climb the Goas“ überwanden die Damen und alle Junioren auf einer Strecke von 6km 350 Höhenmeter. Den Herren stellten sich auf 9km 630 Höhenmeter entgegen.

Von Freitag auf Samstag kam es zu einem Wetterumschwung und es regnete sich über Salzburg ordentlich ein – das kann auch als typisch bezeichnet werden. Für dieses Rennen legte der Regen aber kurz Pause.

Überraschend beherrschten bei den Damen das Rennen wieder die Holländerinnen: Nach einem speziellen Training in den Alpen gewann Wenda Zuiddam vor Rosanne Reijne und Hermien Koers. In der Gesamtwertung belegte die Juniorin Kateřina Šefcova (CZE) den fantastischen zweiten Platz.

Bergauf waren bei den Herren die Tschechen am stärksten: die Kategorie Elite gewann Matyaš Olšar (CZE) vor Michael Kulka (CZE) und Kai Immonen (FIN). Beim Blick auf die Gesamtwertung ist der die Leistung von Ladislav Provod bemerkenswert, der die Kategorie Masters mit der zweitbesten Zeit gewann.

 

 

Österreichische Meisterschaft Kriterium

Jurek betrachtet den Gaisberg als Hausberg und hat im Vorfeld angekündigt, dass wenn er diesen vor der EM heuer fünfzig mal erklimmen würde, er auch das Rennen gewinnen könnte. Er teilte sich die Strecke gut ein und mit etwa gleicher Zeit passierte er noch gemeinsam mit Guido das Ziel der Damen wo beide die Schlagzahl in der extremen Steigung deutlich erhöhten. Doch Guido hat heuer hauptsächlich Höhenmeter gehamstert und konnte mit einen Vorsprung von 15 Sekunden die Ziellinie passieren. Also: Österreichischer Meister im Kriterium ist Guido Pfeiffermann vor Jurek Milewski und David Pašek.

Bei den Damen drehte sich die Reihenfolge vom Vortag um: Juliane Kovacs aus Salzburg siegte vor Cindarella Kugler aus Berndorf.

Kriterium Jugend und Kinder

Die Kinder und die Jugend absolvierte das Kriterium auf der 400m langen Strecke der Staffel am Parkplatz des Salzburgrings. Leider regnete es dabei heftig aber die Kids waren mit großer Begeisterung dabei und das ist gut für die Zukunft des Sports. Überhaupt zum ersten mal beteiligte sich Nachwuchs aus Österreich und der Slowakei.

 

Staffeln

Auch am Samstag Nachmittag regnet es „volle Kanne“ und so wurden alle Sportler durch und durch nass. Dabei ist die Staffel einer der interessantesten Wettbewerbe für die Zuseher, denn als Staffelholz dient dem jeweils dreiköpfigem Team der Tretroller. Gefahren wird 15 bzw. 20 Minuten und eine Runde. Diesen Wettbewerb besuchte und Thomas Gonaus und Christopher Pöhl vom Landesstudio Salzburg des ORF.

Wie schon bei den Wettbewerb zuvor ist ablesbar, dass bei den Damen die Holländerinnen die Nase vorne haben – mit 35 Sekunden Vorsprung gewann Holland 1 in der Zusammensetzung Hermien Koers, Rosanne Reijne und Wenda Zuiddam mit einem Schnitt von etwa 26,9km/h. Holland 2 in der Zusammensetzung Maxim Reijne, Den Outer Delia und Alice Klooster kam vier Sekunden vor der tschechischen Staffel in der Besetzung Alena Legátova, Barbora Dvorská und Eliška Onderková an.

Damit es für alle fair bleibt, regnete es mindestens gleich stark während der Herrenstaffel, die wiederum die tschechischen Teams beherrschten: Tschechien 1 gewann in der Zusammensetzung Michael Kulka, Tomaš Pelc und Jan Pavel vor Tschechien 2 in der Besetzung von Jakub Kopecký, Matyáš Olšar a Ladislav Bartuněk. Überraschend aber auch verdient belegte die estnische Staffel TRIBOLD bestehend aus Priit Fomatškin, Vairo und Veiko Eomois den dritten Platz.

Die Siegerehrung aller Bewerbe fand im Trockenen im Gasthaus am Salzburgring statt und der Abend klang mit einer Grillerei inkl. DJin super aus.

 

Marathonrennen am Salzburgring

Zum Glück flaute am Sonntag der Regen ab und die Tretrollerfahrer feierten Ihr Fest auf der fein asphaltierten Strecke des Salzburgrings: bis zu 15 Meter breit und 4,2km lang und für die meisten sollte es über zehn Runden gehen.

Die jüngeren Teilnehmer hatten Ihren Start am Vormittag – die Pupils fuhren eine Runde mit der Länge von 4,225km und die Sieger sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen fuhren einen Schnitt von rund 23,5km/h. Bei den Jungs wurde Matej Hercik (CZE) vor Valentin Falkner (AUT) Europameister und im größeren Starterfeld der Mädchen setzte sich Adela Zapletalová vor Kamila Peštová und Tina Barrow durch.

Für die Klasse Cadet ging es schon über drei Runden und aufs Podest stiegen bei den Mädchen Eliška Onderková (CZE) vor Petra Fortová (CZE) und Nynke Engels (NL). Recht knapp verpasste die talentierte Österreicherin Helene Falkner das Stockerl. Bei den Jungs wurde bis zuletzt hart um die Europameisterschaft gekämpft und mit einem Vorsprung von weniger als 4 Sekunden setzte sich Timothy Barrow (CZE) vor Mikulaš Kubik (CZE) und Roman Matyaš (CZE) durch. Der Sieger in dieser Altersklasse fuhr einen Schnitt von 25,5km/h.

Kurz vor Mittag starteten die Damen und Herren in einem Abstand von drei Minuten.

Die Elite der Herren brannte die Runden förmlich in den Asphalt: die schnellste Runde überhaupt schaffte der spätere Sieger, Michael Kulka (CZE) in 7:58,78 – als einziger fuhr er die 4,2km einmal in unter acht Minuten. Mit einem Schnitt von 31,1km/h gewann er vor Matyáš Olšar (CZE) und Tomaš Pelc (CZE) in einer Zeit von 1:22:08,83.

Europameister in der Klasse Junioren wurde Pavel Miloš (CZE) vor Daniel Moesbergen (NL) und Lukaš Bilovsky (CZE) In der Klasse Veteran setzte sich Mario Reijne (NED) vor Jurek Milewski (AUT) und Dušan Demovič (SVK). Bei den Masters gewann Sami Kuisma (FIN) vor Ladislav Provod (CZE) und Karel Cvalin (CZE) durch.

Bei den Damen in der Klasse Elite legt Rosanne Reijne (NL) die Latte hoch – Ihre letzte Runde war die Schnellste mit 8:47,88 und mit einem Schnitt von 27,3km/h gewann sie vor Hermien Koers (NL) und Maxime Reijne (NL) in einer Zeit von 1:33:25,76.

Die Klasse der Juniorinnen gewann Kateřina Šefcová (CZ), mit der insgesamt fünftschnellsten Zeit der Damenwertung. Zweite wurde Outer Delia Den (NL) vor Anet Moravková (CZE). In der Klasse Veteran Woman wurde Eva Šefcová (CZE) vor Juliane Kovacs (AUT) und Alicija Stojanik (ITA) Europameisterin. In der Klasse Master Woman siegte Kirsi Immonen (FIN) vor Sanna Lipponen (FIN) und Martina Fišerová (CZE).

Österreichische Meisterschaft über die Marathondistanz

Wiederum wechselten die Damen die Reihenfolge und Cindarella Kugler gewann vor Juliane Kovacs und behauptete sich abermals als schnellste Österreicherin in dieser Distanz.

Bei den Herren gewann Julian Scherer vor Jurek Milewski und Harald Hel.

 

Abschluss

Von unserem Sponsor Kickbike wurden vier Tretroller zur Verfügung gestellt und wir haben entschieden, dass zwei davon – der Racemax und der Raxemax 28 – jene Teilnehmer bekommen sollten, die jeweils in der Gesamtwertung (männlich / weiblich) den mittleren Platz belegten: Mit großer Freude übergaben wir die Roller an Carina Funke und Harald Hel.

Die Siegerehrung fand in der Boxengasse des Salzburgrings statt und nach all den Kategorien konnten dank der blitzartigen Bearbeitung von Maxime Reijne auch die Ergebnisse des IKSA Eurocup bekannt gegeben werden.

Hier alle Ergebnisse

Hier die Sammlung aller Fotos